- Research Article
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- 10.1002/best.202200048
Wissenstransfer im Stahlbeton‐Bogenbrückenbau der 1930er‐Jahre
- Aug 01, 2022
- Beton- und Stahlbetonbau
- Eberhard Pelke + 1 more +1
Abstract Ab Mitte der 1920er‐Jahre fand der Stahlbeton auch im Großbrückenbau zu der ihm eigenen Konstruktionssprache. Dies wird im Bau von weitgespannten Bogenbrücken aufgezeigt, die in der Mitte der Inventionsphase des Stahlbetonbaus (1925–1950) ihren Höhepunkt erreichte und sich durch die folgenden Merkmale auszeichnet:Erstens: Auflösung des im herkömmlichen Massivbrückenbau üblichen Rechteckquerschnitts, welche zur statisch‐konstruktiven Querschnittsoptimierung führte und damit eine erhebliche Steigerung der Druckspannungen induzierte.Zweitens: Mit der Nutzung höherwertiger Zemente sowie der Trennung von Kriechen und Schwinden gelang dem Bogenbrückenbau aus Stahlbeton eine der Querschnittsoptimierung entsprechende Materialoptimierung.Drittens: Querschnitts‐ und Materialoptimierung schließlich führten zu einer Verfeinerung der baustatischen Analyse weitgespannter Bogenbrücken aus Stahlbeton, die im Kern aus der Ermittlung des Gleichgewichts am verformten Bogensystem besteht.Die genannten drei Merkmale werden exemplarisch an der medialen Präsentation des Wissenstransfers durch Fachzeitschriften konkret aufgezeigt. Handlungsleitend ist eine thematische Recherche der Haupt‐ und Kurzbeiträge der drei den deutschen Sprachraum prägenden Fachzeitschriften „Der Bauingenieur“, „Beton und Eisen“ und „Die Bautechnik“ zu den Sparten von Theorie, Material und Projekt. Die Überprüfung der internationalen Wertigkeit des zuvor gefilterten Themenkanons gelingt über die Veröffentlichungen der International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE).
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