- Single Book
- 10.46586/slld.393
Der Schlüssel zur literarischen Schatzkiste: Mit KI und Concept Maps Storyelemente entdecken und Textverständnis fördern
- Jan 01, 2025
- Sprachlich-literarisches Lernen und Deutschdidaktik. Unterrichtsvorhaben
- Yvonne Hörmann
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Erstellung von Concept Maps zur Unterstützung des Leseverstehens im Unterricht steht im Zentrum dieses Beitrags, mit einem besonderen Fokus auf dem Verständnis von Storyelementen. Ziel ist es, durch den gezielten Einsatz von KI die Zugänglichkeit literarischer Texte für Lernende zu verbessern. Anstelle einer traditionellen, dramaturgiebasierten Gliederung (Einleitung – Hauptteil – Schluss) wird ein Ansatz verfolgt, der auf die Identifikation narrativer Elemente abzielt – etwa Figuren, Handlungsverläufe und Konflikte –, wie sie unter anderem von Wolfgang Bay (2022) theoretisch und empirisch beschrieben wurden. Im Mittelpunkt der unterrichtlichen Umsetzung steht die Entwicklung von Concept Maps mit Unterstützung einer KI. Diese fungiert als Werkzeug zur Visualisierung zentraler narrativer Strukturen und unterstützt so das Textverständnis. Ein konkreter Anwendungsfall zeigt, wie solche Visualisierungen insbesondere leseschwachen Lernenden helfen können, Märchen als spezifisches Textgenre besser zu erschließen. Das Konzept kombiniert rezeptive Kompetenzen (Lesen und Verstehen) mit reflexiven Zugängen: Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Arbeit mit Concept Maps und KI dazu angeregt, eigene Vorstellungen von Textstrukturen zu entwickeln. Der Beitrag beleuchtet zudem die Herausforderung, geeignete Prompts und Materialien zu entwickeln. Die fachdidaktische Einordnung stützt sich auf aktuelle Forschung zur Leseförderung und zum Einsatz digitaler Medien. Die Sachanalyse greift Erkenntnisse aus jüngeren narratologischen Ansätzen auf, während die didaktische Analyse die methodischen Überlegungen und eingesetzten Materialien konkret darstellt. Die vorgestellten Ansätze bieten praxisnahe Impulse für eine innovative Leseförderung, die technische und pädagogische Perspektiven integriert.
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