- Research Article
- 10.53458/wfr.v57i.11502
Zwei bemerkenswerte Wasserfassungen bei Neusaß/Schöntal und Möckmühl
- May 15, 2024
- Württembergisch Franken
- Otto Eggers
Seit ein paar Jahren befasse ich mich mit der Aufnahme von Quellfassungen im Bereich des Jagsttales um Möckmühl. Davon erscheinen mir zwei so wesentlich, daß ich die Ergebnisse einem Kreis heimatkundlich Interessierter zugängig machen möchte. Es handelt sich um die Grottenquelle in Neusaß bei Schöntal und die Brunnenstube in der Baierklinge bei Möckmühl. 1. Die Quellfassung zur Grotte in Neusaß Neusaß besteht nur aus einer Wallfahrtskirche und einem Forsthaus. Es liegt oberhalb Schöntals auf dem Rücken zwischen Kocher und Jagst, dicht an der "Hohen Straße". (Topogr. Karte 1:25 000, Nr. 6623 Ingelfingen, im Planquadrat 37/38, 65/66) Die der "schmerzhaften Mutter Gottes" geweihte Kirche steht wie viele Marien-Wallfahrtskirchen in Beziehung zu einer Quelle. Hier fließt sie in einem etwas abseitigen kleinen Gebäude, der "Grotte" und heißt im Volksmund das "Heilig-Brünnele". (Abb. 1) Die Grotte ist ein kleines Barockhäuschen, etwa 2 zu 3 m groß, vorn offen, und innen mit Tuffsteinen ausgekleidet, wie sie entstehen, wenn austretendes Wasser Pflanzenteile und -reste mit Kalk überzieht. In die Fugen der Hinterwand sind eigenartigerweise zahlreiche Schlakkenstücke eingepreßt. Sie mögen aus dem Eisenhammer Ernsbach stammen und einst schöne Farben gehabt haben. Jetzt sind sie alle schwarz oxydiert. Vor der Hinterwand leuchtet das blau-weiße Kleid einer Lourdes-Madonna, unter der
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