- Research Article
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- 10.1017/s0020859000004491
Zur Vorgeschichte der Dänischen IAA-Sektion
- Apr 01, 1974
- International Review of Social History
- Hans-Norbert Lahme
1971 konnte das 100-jährige Bestehen der dänischen Arbeiterbewegung gefeiert werden. Ihre Geschichte begann als die Geschichte der dänischen Sektion in der Internationalen Arbeiterassoziation: noch bevor nämlich der Internationale Arbeiterverein in Dänemark (Den internationale Arbejderforening i Danmark) von seinem Gründer, dem Reserveleutnant, Hauslehrer und ehemaligen Postschreiber Louis Albert François Pio ein festes Organisationsgebäude verschrieben bekam, hatte dieser Kontakt mit Marx in London aufgenommen und ihm in einem Brief die politischen Ziele und programmatischen Vorstellungen der noch zu konstituierenden dänischen Sektion der IAA annonciert (18. September 1871). Die Selbstverständlichkeit, mit der der erst am 15. Oktober 1871 mit einem organisatorischen Dach versehene dänische Arbeiterverein der IAA als dänische Sektion angekündigt wurde, lässt vorbereitende Kontakte zwischen London und Kopenhagen vermuten. Es darf angenommen werden, dass Pio und die Gefolgsleute der ersten Stunde feste Vorstellungen über die theoretischen und organisatorischen Grundlagen der IAA und einzelner Sektionen als Richtschnur für ihr Unternehmen gehegt haben müssen, kurz: dass ihnen die internationale Arbeiterbewegung ein Begriff war. Dafür sprechen auch Pios erste schriftstellerischen Versuche im Dienste des Sozialismus: die Socialistiske Blade I und II mögen noch so dilettantisch gewesen sein – die Absicht, die Lage der dänischen Unterklasse mit Hilfe der sozialistischen Theorie zuerst zu definieren, dann die Betroffenen zu organisieren, wird erkenntlich. Ohne Informationen, ohne Kontakte zur IAA hätte Pio jedoch kaum einen Buchstaben zu Papier bringen können.
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