- https://doi.org/10.1007/s00739-025-01098-4
Die Bedeutung differenzierter Behandlungsangebote im Transitionsalter
- Jul 16, 2025
- psychopraxis. neuropraxis
- Matthias Neumann +5 more
Zusammenfassung Die Adoleszenz ist durch eine Vielzahl entwicklungspsychologischer Herausforderungen gekennzeichnet, die bereits für psychisch gesunde Menschen eine große Belastung darstellen können. Da herkömmliche Versorgungssysteme den Bedürfnissen psychiatrischer Patient:innen im Übergang ins Erwachsenenalter oft nicht gerecht werden, entstehen zunehmend spezialisierte psychiatrische Angebote für diese Altersgruppe. Ein besonders kritischer Punkt ist dabei der Wechsel zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) und Erwachsenenpsychiatrie (EP), der häufig mit Unsicherheiten verbunden ist und nicht selten zu Therapieabbrüchen führt. Der folgende Beitrag stellt das psychiatrische Versorgungssystem des UK Tulln rund um das Transitionsalter vor, das versucht, dieser Problematik durch eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit der beiden Fachabteilungen zu begegnen und auch im jungen Erwachsenenalter verschiedene altersadäquate Behandlungsoptionen bietet. Im vorliegenden Artikel wird weiters der Fall eines 21-jährigen Patienten mit Autismus-Spektrum-Störung und rezidivierender depressiver Störung präsentiert, anhand dessen die Relevanz vielfältiger und flexibel eingesetzter Behandlungsoptionen deutlich wird.
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