- https://doi.org/10.1055/s-0033-1351614
Entlastung für Angehörige von problematischen und pathologischen Glücksspielern - Das E-Mental-Health-Programm EfA
- Sep 2, 2013
- Suchttherapie
- Ug Buchner +4 more
Einleitung: Das Problembewusstsein bezüglich problematischen und pathologischen Glücksspielens ist in den vergangenen Jahren in Deutschland gestiegen. Für betroffene Glücksspieler hat sich die Behandlungssituation stark verbessert, allerdings existieren kaum Angebote für ihre Angehörigen (Überblick bei Buchner et al., 2012). Dabei könnte ihr Einbezug im Sinne des CRAFT-Ansatzes (Community Reinforcement and Family Training; Meyers et al., 1999) dazu beitragen, betroffene Spieler zu einer Behandlungsaufnahme zu motivieren. Außerdem sind Angehörige durch die Erkrankung stark belastet und befinden sich in hoch stressreichen Lebensumständen (Buchner et al. 2012). Im deutschsprachigen Raum liegt mit dem Entlastungstraining für Angehörige problematischer und pathologischer Glücksspieler – psychoedukativ (ETAPPE) neuerdings ein manualisiertes Gruppenangebot mit positiven Evaluationsergebnissen für den Einsatz in Beratungsstellen o.ä. vor (Buchner et al., 2013; Buchner et al., 2012). Dennoch können damit nicht alle betroffenen Angehörigen erreicht werden. Da inzwischen positive Befunden zu E-Mental-Health-Programmen existieren (Eichenberg & Ott, 2012), wird mit "Verspiel nicht mein Leben" – Entlastung für Angehörige (EfA) ein entsprechendes Angebot für diese Zielgruppe entwickelt und evaluiert.