- Research Article
- 10.1007/s12268-025-2469-x
Wissenschaftsfreiheit in Gefahr: ein europäischer Weckruf
- May 01, 2025
- BIOspektrum
- Matthias Johannsen + 1 more +1
Publications from 2021 to 2026
Showing 10 of 40 papers
Wissenschaftsfreiheit in Gefahr: ein europäischer Weckruf
Qualitätssicherung in der ambulanten Heilmittelversorgung
Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) bildet die gesetzliche Grundlage für die Versorgung gesetzlich versicherter Personen mit Heilmitteln. Diese umfassen Dienstleistungen der fünf Heilmittelbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm‑, Sprech‑, Sprach- und Schlucktherapie, Podologie und Ernährungstherapie. Regelungen zur Qualitätssicherung (QS) in diesem Zusammenhang finden sich insbesondere in § 2 „Leistungen“, § 70 „Qualität, Humanität und Wirtschaftlichkeit“, § 92 „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses“, § 124 „Zulassung“, § 125 „Verträge zur Heilmittelversorgung“ und § 125a „Heilmittelversorgung mit erweiterter Versorgungsverantwortung“ sowie § 138 „Neue Heilmittel“ SGB V. Spezifische Regelungen für eine qualitätsgesicherte Leistungserbringung sind in den untergesetzlichen Heilmittel-Richtlinien zur vertragsärztlichen bzw. vertragszahnärztlichen Versorgung (HeilM-RL bzw. HeilM-RL ZÄ) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sowie in den zwischen dem GKV-Spitzenverband und den maßgeblichen Berufsverbänden der Heilmittelerbringer geschlossenen Versorgungsverträgen nach § 125 und § 125a SGB V bundeseinheitlich festgelegt. Nachfolgend wird angelehnt an Donabedians drei Qualitätsdimensionen Struktur‑, Prozess- und Ergebnisqualität (Donabedian 2005) auf wesentliche Inhalte der Verträge mit Bezug zur Qualitätssicherung eingegangen.
Read moreMedication safety in German hospitals: An analysis of structured quality reports
Medication safety represents an increasingly pertinent aspect of quality and risk management in hospitals. However, little is known about the relevance of specific methods in controlling medication safety with respect to medical care processes. The aim of this study, therefore, is to assess the implementation of medication safety measures and the significance of specific hospital characteristics.We analyzed data from 2018, comprising structured quality reports of 1987 sites that were the first to contain information on 13 medication safety tools and measures. Relative implementation rates were assessed both in general and for subgroups. The latter were formed based on site size, presence of specialized departments as well as university hospital affiliation. The relevance of corresponding differences between subgroups was examined using threshold analysis.Across all 13 medication safety measures, implementation rates varied highly (gapless medication safety after hospital release: 71.4%; SOP for good prescription practice: 23.5%). Rates also increased in relation to site size from 31.5% (<50 hospital beds) to 61.5% (>500 hospital beds). This pattern was especially prevalent for medication safety measures pertaining to electronics and IT. There were significant differences between eight measures based on the presence of specialized departments as well as university hospital affiliation. Two measures (medication safety training, description of optimal medication processes) did not vary with the hospital characteristics.Our results highlight the importance of standardized assessments of quality assurance data in hospital settings. The present data analysis enables the identification of those measures that have already been implemented. Implementation seems to be associated with hospital characteristics as well as regulatory guidelines. However, it is noteworthy that medication safety measures are not being implemented across the board. This might be explained by economic, social and technological barriers. These hurdles should be dealt with on a long-term basis and via adequate incentives.
Read moreOptimization and Scaling of Combustion Gas Guns for Projectile Acceleration System
AMNOG: Ziel, Funktionsweise und Ergebnisse
Seit mittlerweile 14 Jahren werden neu eingeführte Arzneimittel in Deutschland auf ihren Zusatznutzen untersucht und Preise auf Basis dieser Bewertung vereinbart. Der Artikel betrachtet die Verhandlungsergebnisse und den zu beobachtenden starken Ausgabenanstieg neuer patentgeschützter Arzneimittel. Um ein vollständigeres Bild zu erhalten, liegt ein Fokus auf der Betrachtung von AMNOG‐Arzneimitteln im Krankenhaus, die bei der Analyse der Ausgaben für Arzneimittel häufig unberücksichtigt bleiben.
Read moreAMNOG-Leitplanken – Wirkung auf Preisdifferenzierung, Ausgaben und Evidenz
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht vor wachsenden finanziellen Herausforderungen: Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen, was durch den demographischen Wandel und medizinischen Fortschritt verschärft wird. Das GKV‐Finanzstabilisierungsgesetz (GKVFinStG) sollte dem entgegenwirken, insbesondere durch neue Regelungen zur Preisbildung patentgeschützter Arzneimittel: die sogenannten Leitplanken. Von den Leitplanken zur Preisbildung und ‑differenzierung ist bereits zwei Jahre später durch Entscheidungen der Schiedsstelle oder den Gesetzgeber selbst kaum noch etwas übrig. Um das Prinzip der Preisdifferenzierung „keine Mehrkosten ohne Mehr an Nutzen“ wieder auf den Weg zu bringen, sind die Leitplanken als starker Anreiz für einen über die aktuelle Standardtherapie in besonderem Maße verbesserten Patientennutzen nicht nur beizubehalten, sondern vielmehr auszubauen, neben weiteren Maßnahmen der Ausgabendämpfung wie effektiven Mengenrabatten.
Read moreStructural Challenges to the Reimbursement of Corrective Surgery of Complex Malformations Through the German G-DRG System
Zusammenfassung Hintergrund Komplexe Fehlbildungen erfordern eine ressourcenintensive Versorgung. Vergütungsmuster der korrektiven Fehlbildungschirurgie wurden vor dem Hintergrund der Versorgungslandschaft bisher nicht analysiert. Methoden Krankenhausabrechnungsdaten zu Korrekturoperationen von zehn ausgewählten komplexen Fehlbildungen von 2020–2022 wurden analysiert. Nach dem jährlichen Durchschnitt der Fallzahlen wurden Standorte in Hochvolumenkrankenhäuser (HVK; mindestens 10 Fälle), Mittelvolumenkrankenhäuser (MVK; mindestens 5 aber weniger als 10 Fälle), Niedrigvolumenkrankenhäuser (NVK; mindestens 1 aber weniger als 5 Fälle) und in extreme Niedrigvolumenkrankenhäuser (eNVK; mehr als 0 aber weniger als 1 Fall) kategorisiert. Ergebnisse Von 2020–2022 wurden jährlich durchschnittlich 1429 Korrekturoperationen für die zehn komplexen Fehlbildungen in Deutschland an 158 Standorten erbracht. Der Case Mix Index (CMI) für diese Leistungen betrug 7,057. Die Leistungserbringung war dezentral. Es gab vier HVK für anorektale Malformation, drei HVK für Spina bifida, zwei HVK für kongenitale Zwerchfellhernie und jeweils eines für Blasenekstrophie, Epispadie, Gallengangsatresie und Morbus Hirschsprung. Es gab kein HVK für Gastrochisis, Omphalozele oder Ösophagusatresie. 127 Standorte (80%) erreichten für keine der Leistungen eine Mindestfallzahl von 5 Korrekturoperationen pro Jahr. Fazit Der CMI der korrektiven Fehlbildungschirurgie ist weit höher als der CMI der allgemeinen „Kinder- und Jugendchirurgie“. Die Versorgungslandschaft ist dezentral. Gelegenheitsversorgung stellt für Krankenhausstandorte ein finanzielles Risiko dar.
Read moreHausarztzentrierte Versorgung (HzV)
Behandlung von chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen mit opioiden Analgetika: Evaluation der Versorgungsqualität mittels Patientenbefragung
Einleitung Eine flächendeckende, vernetzte und qualitativ hochwertige Versorgung chronischer Schmerzpatienten zu vertretbaren Kosten kann langfristig Über- und Fehlversorgung entgegenwirken. Im Rahmen des Op-US-Projektes wird die Versorgungsqualität (VQ) nach dem Chronic Care Modell (CCM) analysiert; einem organisatorischen Ansatz für die Primärversorgung chronischer Erkrankungen.
Read more4. Ad-hoc-Stellungnahme zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19
Die Thesenpapier-Autorengruppe legt ihre 4. Ad-hoc-Stellungnahme mit zwölf konkreten Forderungen vor, die am ersten Arbeitstag der neuen Gesundheitsministerin bzw. des neuen Gesundheitsministers zu initiieren wären. Die Autorengruppe meldet sich damit zu einem Zeitpunkt zu Wort, an dem die Neubesetzung an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums einen Neuanfang möglich erscheinen lässt.
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