- Research Article
- 10.20377/rpb-1409
Scheitzer, Friedrich, Religionspädagogik (Lehrbuch Praktische Theologie; Bd. 1)
- Jul 18, 2024
- Religionspädagogische Beiträge
- Norbert Mette
Publications from 2021 to 2026
Showing 10 of 32 papers
Scheitzer, Friedrich, Religionspädagogik (Lehrbuch Praktische Theologie; Bd. 1)
Unterschiede in der beruflichen Belastung von grundständig und nicht-grundständig qualifizierten Lehrkräften an Fachschulen für Sozialpädagogik
Die Zahl der nicht-grundständig ausgebildeten Lehrkräfte in Deutschland nahm in den vergangenen Jahren stetig zu. Insbesondere die beruflichen Schulen sind stark auf Lehrkräfte aus dem Quer- und Seiteneinstieg angewiesen. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag auf Basis von Mehrebenenanalysen, inwiefern sich Lehrkräfte der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik mit verschiedenen Qualifikationshintergründen in ihrer wahrgenommenen beruflichen Belastung unterscheiden. Es werden grundständig ausgebildete Lehrkräfte mit Quer-, Seiten- und Direkteinsteigenden sowie Lehrkräften, die schulartfremd unterrichten, verglichen. Die Daten stammen aus einer bundesweiten quantitativen Befragung von 850 Lehrkräften an Fachschulen für Sozialpädagogik. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Lehrkräfte, die über den Direkteinstieg an die Fachschulen gekommen sind, signifikant geringer belastet fühlen als grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Zudem finden sich signifikante Einflüsse der kollegialen Kooperation, der Unterrichtsstörungen und des Schulklimas auf das Belastungsempfinden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch nichtgrundständig qualifizierte Lehrkräfte die Anforderungen des Berufs bewältigen und die berufsbiografischen Hintergründe sogar eine Ressource im Umgang mit den potenziellen Belastungen des Lehrberufs sein können. (DIPF/Orig.)
Read moreCorona und Drogenhilfe
Zusammenfassung: Zielsetzung: Untersuchung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Angebote der vor allem niedrigschwelligen Drogenhilfe und Reaktionen der Klientel auf geänderte Angebote. Methodik: Verwendet wurden in erster Linie Daten aus einer asynchronen qualitativen Onlinebefragung für Mitarbeiter_innen der ambulanten Drogenhilfe, ergänzt durch Zahlen aus einer quantitativen Onlinebefragung für dieselbe Zielgruppe. Ergebnisse: Während übliche Infektionsschutzmaßnahmen nahezu überall angewendet wurden, reichte die Spanne der tatsächlichen Auswirkungen von Komplettschließungen bis zu eher geringen Einschränkungen. Schwerpunkte wurden zumeist auf Überlebenshilfe und Straßensozialarbeit gelegt. Beratung wurde oft per Telefon durchgeführt, was für viele Anliegen als sinnvoll erachtet wurde, Beziehungsarbeit aber erschwerte. Vor allem stark verelendete Klient_innen nutzten weiterhin häufig Hilfsangebote. Schlussfolgerungen: Es zeigen sich unterschiedliche Umgangsweisen der Drogenhilfe mit den pandemiebedingten Maßnahmen. Oft entwickelte man kreative Lösungen zur Umsetzung, mit Schwerpunktsetzung auf Existenzsicherung. Sowohl Mitarbeiter_innen als auch Klientel waren durch die Pandemie zahlreichen Belastungen ausgesetzt.
Read moreDie Landschaft der Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit auf dem Gebiet des islamistischen Extremismus in Deutschland
Subsidiarity
Besonders, aber nicht besondernd zu betrachten
ZusammenfassungDer Beitrag diskutiert kritisch den aktuellen Forschungsstand zum Thema fluchterfahrener Familien in Deutschland und reflektiert diesen für die Weiterentwicklung einer heterogenitätssensiblen Sozialen Arbeit. Dafür gleichen wir den Forschungsstand mit Erkenntnissen der allgemeinen Familienforschung und der Migrationsgesellschaftsforschung ab. Dabei zeigt sich, dass ein Großteil bisher vorliegender Studien zur Familialität fluchterfahrener Personen dazu tendiert, diese besondernd zu erfassen und dabei ordnungs- und sozialpolitisch tradierte Vorstellungen „der geflüchteten Familie“ zu reproduzieren. Wir zeigen auf, welche Optionen einer Vergegenständlichung von Familialitäten fluchterfahrener Personen zugunsten einer heterogenitätssensibel ansetzenden Sozialen Arbeit stärker zu reflektieren sind.
Read moreBerufliche Bildung Sozialpädagogik – Eine Spurensuche didaktischer Prinzipien
Im folgenden Artikel werden im Rahmen der vielfaltigen Qualifizierungswege der Sozialpadagogik jene der beruflichen Bildung fokussiert. Einhergehend mit der Frage wie sozialpadagogisches Handeln erlernt werden kann, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf zwei zentrale didaktische Prinzipien: Integrale Personlichkeitsentwicklung und Theorie-Praxis-Relation – und begeben uns auf deren theoretische Spurensuche. Wir pladieren fur die Aufnahme eines weiteren, bislang unbeachteten Prinzips in die sozialpadagogische Didaktik: Analyse und Kritik der gesellschaftspolitischen Bedingtheit von Theorie und Praxis und schlagen hierfur den Modus der Reflexion vor. Im Horizont der Professionalisierungsdebatte tragt der Beitrag zur theoretischen Starkung der wenig ausformulierten Didaktik der Sozialpadagogik im Kontext beruflicher Qualifizierungen bei und kritisiert eine bislang nicht selten zu findende, rein am lernenden Individuum orientierte Argumentation. Ein Pladoyer fur die Anerkennung der Verwobenheit von Erziehung/Qualifizierung und Gesellschaft/Politik.
Read moreGruppenkonflikte: Fallstricke und Gegenmaßnahmen
Bereits seit den 1960er Jahren widmet sich die Psychologie der Erforschung von Verhandlungen und Konflikten. Einige der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Verhandlungsforschung lassen sich auf Konflikte zwischen Individuen und auch auf Konflikte zwischen Repräsentanten spezifischer Gruppen übertragen. Unter einer psychologischen Perspektive können damit Fallstricke in Konflikten identifiziert werden, die durch (1) soziale Identitäten von Disputanten, (2) motivationale Faktoren oder (3) die Fokussierung auf Verluste entstehen können. Die Analyse eines Konfliktes unter diesen Gesichtspunkten ermöglicht eine gezielte Unterstützung der Lösung des Konfliktes. Mögliche Methoden sind das Hinzuziehen einer Drittpartei bzw. eines Mediators, die gezielte Fokussierung auf Gewinne statt auf Verluste, oder die Betonung einer gemein-<br/>samen Gruppenzugehörigkeit.
Read moreFotoanalyse: Die Bedeutung vergeschlechtlichter Interaktionen in extrem rechten Räumen
Offentlich sichtbaren Inszenierungen in der extremen Rechten wird nur wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei sind Aufmarsche und Kundgebungen symbolpolitisch hoch aufgeladene Raume. Es sind Orte, an denen extrem rechte Politik gesellschaftlich sichtbar gemacht werden soll und ihre Botschaften und Darstellungen, auch uber die konkrete Situation hinaus, durch mediale und dabei auch selbst organisierte Berichterstattung verbreitet wird (vgl. Schreckenberg/Sturm 2009: 95).
Read moreIst der Salafismus tatsächlich ein „ideologisches Fundament des Islamischen Staates“?
In Europe in the past few years an orthopraxy of the Salafist kind has become a disputed phenomenon which is most of all considered a security issue. Many experts from the sciences and the security services assume a – still hardly proven – nexus between Salafism and Islamist terrorism, which is why the members of this milieu, who themselves believe to walk on the trail of their “pious ancestors”, are considered a danger and their worldviews are considered an “intellectual breeding ground for terrorism”. In contrast to this, the author supports the following thesis: Indeed the phenomena of Salafism and jihadism or jihadist terrorism are connected by a common “historical matrix” – the paradigm of an original Islamic community as a reference – as well as by a similar way of understanding normative Islam. However, the instrumental rationality and logics of the legitimising frame-script selections of the two strands are different.
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