Der Beitrag beschäftigt sich mit in der Vergangenheit und/oder Gegenwart italoromanisch geprägten Inselgemeinschaften im Mittelmeer. Ausgehend von der Frage Was ist eigentlich eine Insel? eröffnet der Beitrag eine Neuperspektivierung, die das sprachliche Profil von Inseln im Rahmen einer epochenspezifischen Einordnung in den Fokus der Betrachtungen rücken möchte. Die Ausführungen sollen verdeutlichen, dass Inseln wesentliche Bestandteile des sprachlichen Panoramas der historischen und heutigen Romania darstell(t)en und bedingt durch ihre Lage, Größe, Begrenztheit und weitere Faktoren einer besonderen Dynamik bei der Sprachraumbildung unterlagen/liegen. Durch ihren unterschiedlichen Grad an – teils fremdbestimmter – Öffnung und Schließung waren/sind Mittelmeerinseln u. a. Orte des intensiven Sprach- und Kulturkontakts. Der Beitrag möchte an der italoromanischen Insel orientierte Untersuchungsmöglichkeiten für die linguistische Forschung aufzeigen, die es zudem erlauben sollen, das Konzept der Italo-, Gallo-, Ibero-Romania neu zu denken, ohne dabei das Verständnis von ‚Insel‘ im geologischen Sinne vollständig aufzulösen.
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